Das Eastern Cape hat in der aktuellen politischen Landschaft Südafrikas eine besondere Bedeutung. Hier ist die Heimat von Nelson Mandela, der Ikone des Befreiungskampfes, und anderer bedeutender Persönlichkeiten wie Steve Biko, Oliver Tambo und Thabo Mbeki, dem Präsidenten Südafrikas. Mandela wuchs in Qunu auf, einem Dorf in der Transkei, und studierte an der Universität Fort Hare in Alice, bevor er als Rechtsanwalt nach Johannesburg ging, wo er bald eine führende Rolle im Kampf gegen die Apartheid spielte.
Das Eastern Cape ist die zweitgrößte Provinz Südafrikas – und die vielfältigste! Die Palette reicht von der subtropischen, einsamen Wild Coast über die weiten Sandstrände der Sunshine Coast zu den immergrünen Urwäldern von Tsitsikamma, und von Wintersportorten mit Schneegarantie bis zur Halbwüste der Karoo. Das Eastern Cape ist das Stammland der Xhosa.
Port Elizabeth (abgekürzt ‘PE’), die größte Stadt der Provinz und viertgrößte Südafrikas, ist heute Teil der Nelson Mandela Metropolis. Die an der Algoa Bucht gelegene “Friendly City – die freundliche Stadt”, ist für Wassersportler ein wahres Paradies. 40 Kilometer feinster weißer Sandstrände gibt es im Stadtgebiet, und unzählige Möglichkeiten zum Windsurfen, Segeln, Tauchen, Angeln und ‘Sandboarden’. In der Stadt selbst gibt es eine Reihe wunderschöner Gebäude zu entdecken, die in viktorianischem oder edwardianischem Stil erbaut wurden, und viele Erinnerungen an die britischen Siedler, die im Jahr 1820 dort landeten. PE ist auch das Tor zur lieblichen ‘Garden Route’.
Durch den äußersten Süden der Provinz führt die ‘Tsitsikamma Adventure Route’ entlang des 80 km langen Tsitsikamma Nationalparks, der sich an der Küste zwischen dem Nature’s Valley und der Mündung des Storms River erstreckt. Der Park ist durch beliebte, mehrtägige Wanderwege wie den ‘Otter Trail’ (48 km) und den ‘Tsitsikamma Trail’ (72 km) erschlossen. Der Storms River ist vor allem bei Adrenalin-Junkies bekannt: der Bungee Jump von der Bloukrans-Brücke ist mit 216 Metern der tiefste Sprung der Welt.
Östlich von Tsitsikamma beginnt bei Cape St. Francis und Jeffrey’s Bay die ‘Frontier Country Route’, die entlang der Sunshine Coast über Port Elizabeth bis nach East London reicht. Nördlich von PE liegt eine der touristischen Hauptattraktionen der Provinz, der Addo Elephant Park, in dem die Reste der riesigen Elefantenherden, die einst das Eastern Cape durchzogen, Zuflucht gefunden haben.
Cape St. Francis und vor allem Jeffrey’s Bay mit seinen ‘Supertubes’ sind Treffpunkte von Wellensurfern aus der ganzen Welt.
Peddie, King William’s Town und Grahamstown werden noch heute ‘Frontier Towns’ – Grenzstädte – genannt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wehrten sich in dieser Region die Xhosa in einem zähen Grenzkrieg gegen die vordringenden weißen Siedler. Heute erinnern Museen und Festungen an diesen Konflikt.
In Grahamstown findet jedes Jahr im Juli das Nationale Kunstfestival statt. In der ganzen Stadt werden dann zahllose Theaterstücke aufgeführt, von konventionellen bis hin zu experimentellen, außerdem gibt es Lesungen und Jazzkonzerte, während draußen, im Gewimmel der Flohmärkte, Straßenmusikanten um die Gunst der Zuhörer wetteifern. Grahamstown, der Sitz der ehrwürdigen Rhodes Universität, hat so viele Kirchen, dass es auch die “Stadt der Heiligen” genannt wird.
East London ist ein quirliges wirtschaftliches Zentrum mit dem einzigen Flusshafen Südafrikas.Im dortigen Museum werden faszinierende Ausstellungsstücke präsentiert, darunter ein Modell des Quastenflossers,
In keinem anderen südafrikanischen Ort gibt es mehr Baudenkmäler als in Graaff-Reinet, dem “Juwel der Karoo”, das als die typischste Stadt dieser Region gilt. Hauptattraktionen sind außerdem die Ausstellung des südafrikanischen Künstlers Pierneef sowie das wildromantische ‘Valley of Desolation’, von dem man eine einzigartige Aussicht auf die Stadt genießen kann.
Von Adelaide im Osten bis in die von deutschen Siedlern geprägte Region von Stutterheim im Westen erstrecken sich die bewaldeten Höhen der Amatola-Berge. Hier gibt es Möglichkeiten zum Wandern, Klettern, Mountain Biking, Angeln und Kayakfahren. Auch King William’s Town, Alice, Cathcart und Hogsback liegen an der ‘Amatola Mountain Escape Route’. Hogsback, ein idyllisches Dörfchen, liegt in einer dichtbewaldeten Landschaft mit vielen Wasserfällen (z.B. “Madonna und Kind”) und einer reichen Pflanzenwelt.
Die ‘Friendly N6 Route’ verbindet East London mit Bloemfontein, der Hauptstadt des Free State. Etwa auf halber Strecke liegt das für seine heißen Quellen bekannte Aliwal North, weiter südlich liegen Lady Grey, Barkly East und Rhodes, ein Künstlerdorf, in dessen Nähe, am Berg Ben MacDhui, im Winter Ski gelaufen wird. Auf der Denorbin Farm zwischen Barkly East und Eliot befindet sich die längste Galerie von San-Felsmalereien in Südafrika. Der ehemalige Militärposten Queenstown ist mit seinen vielen Museen und Galerien ein weiterer attraktiver Ort an der N6.
Die Apartheidregierung hatte die Transkei zu einem “unabhängigen Homeland” erklärt, doch kein Land der Welt erkannte diesen “Staat” an, der seit dem Sturz der Apartheid wieder zu Südafrika gehört. Die ‘Wild Coast’, die Hauptattraktion der Transkei, verdankt ihren Namen der Furcht der Seefahrer vor dieser Meeresregion, in der unzählige Schiffe ihr feuchtes Grab fanden. Noch heute sind weite Teile der ‘Wilden Küste’ vom Tourismus unberührt und schwer zugänglich, nur vereinzelt finden sich Hotels und Urlaubsorte. Die Transkei gehört zu den unterentwickeltsten Gebieten Südafrikas und das Leben eines Großteils der Bevölkerung ist noch immer von alten Ritualen und Gebräuchen geprägt.
der 1950 vor East London gefangen wurde, sowie das einzige Dodo-Ei der Welt und Xhosa-Kunsthandwerk.
Die ‘Karoo Heartland Route’ führt in das trockene Landesinnere des Eastern Cape. Der Roman “Die Geschichte einer afrikanischen Farm” von Olive Schreiner spielt in der Nähe der Stadt Cradock, die nicht weit vom ‘Mountain Zebra Nationalpark’ entfernt ist. Einen Besuch wert sind auch die phantastischen Kreationen der Künstlerin Helen Martins im ‘Owl House’ in Nieu-Bethesda, einem entlegenen Karoo-Dorp.
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